Computerpanne bei Lufthansa
Eine sechsstündige Computerpanne bei der Lufthansa hat am Donnerstag europaweit zu Flugausfällen und Verspätungen geführt.
Nach dem weltweiten Zusammenbruch des elektronischen Check-in-Systems wurden bis zum Abend rund 60 Flüge gestrichen, wie ein Airline-Sprecher in Frankfurt am Main sagte. Rund 6000 Passagiere waren betroffen.
Auf europäischen Flügen gab es etwa 90 Minuten Verspätung, da die Passagiere per Hand eingecheckt werden mussten. Auch der Wiener Flughafen war von dem Ausfall im Computer-Eincheck-System betroffen. Hier kam es allerdings nur zu zehn- bis 30-minütigen Verspätungen.
Das Computersystem "Unisys" der Lufthansa für das Check-in war gegen 4.30 Uhr an allen Flughäfen weltweit ausgefallen. Erst am frühen Nachmittag war es gelungen, die Computerpanne zu beheben. Nach Unternehmensangaben ist ein Computerausfall in dieser Dimension bisher noch nicht vorgekommen.
Ein Ausfall eines 30 Jahre alten Mainframe bei der Flugüberwachungsstelle sorgte im Juni für Chaos auf sämtlichen britischen Flughäfen.
Computerpanne legt Flugverkehr lahmSicherheit nicht beeinträchtigt
Grund für den Zwischenfall sei nicht nur der Systemausfall bei der Lufthansa, sondern auch das schlechte Wetter gewesen, hieß es bei der Flughafenbetreiberin Fraport auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt. Vor den Lufthansa-Schaltern bildeten sich lange Schlangen.
Nicht nur europäische Flüge, sondern auch Interkontinentalflüge in die USA und nach Asien waren von den Verspätungen betroffen. Allerdings seien keine Langstreckenflüge gestrichen worden. In Österreich konnten alle Flüge starten und landen, es kam allerdings auch hier zu einigen Verzögerungen.
Das Bodenpersonal sei geschult, um das Einchecken und die Sitzplatzvergabe per Hand vorzunehmen. "Das kostet aber mehr Zeit, was zu den Verzögerungen führt", erklärte der Sprecher. Die Sicherheit des Flugverkehrs sei nicht beeinträchtigt worden, teilte die Lufthansa mit.
