22.09.2004

MOBILFUNK

Preiskampf killt weitere Arbeitsplätze

Der seit Monaten herrschende Preiskampf im österreichischen Mobilfunk kostete bereits Arbeitsplätze.

Zusätzlich zu den seit 2001 rund 1.000 gestrichenen Jobs könnten im nächsten Jahr nun fast ebenso viele, nämlich bis zu 900, verloren gehen. Das geht aus einer Analyse des Unternehmensberaters Arthur D. Little hervor.

Ein bis zwei der bestehenden fünf Betreiber könnten zudem vom Markt verschwinden, heißt es weiter. Der beträchtliche Preisverfall seit 2000 - von 0,16 auf 0,11 Euro pro Minute - und die damit einhergehende Reduktion der Margen bremse zudem die Neu-Investitionen.

Billigsttarife von einem Cent pro Minute, Gratishandys und sogar Bargeld für Neukunden zögen eine Reihe von negativen volkswirtschaftlichen Effekten nach sich, meinen die Berater von Arthur D. Little.

Ruf nach dem Regulator

Da es die Marktteilnehmer selbst nicht mehr in der Hand hätten gegenzusteuern, müssten Gesetzgeber, Telekom-Regulator und Kartellbehörde für "Waffengleichheit" im Festnetz und Mobilfunk sorgen, meinen die Berater

Derzeit subventioniere das Festnetz den Mobilfunk durch unterschiedliche Zusammenschaltungsströme, was Gratis- oder Ein-Cent-Aktionen überhaupt erst möglich mache.

Weiters müsse die Quersubventionierung zwischen den Mobilnetzbetreibern abgebaut werden, indem die derzeit großen bestehenden Unterschiede bei den Terminierungstarifen möglichst rasch auf ein einheitliches Niveau zusammengeführt werden.