15.09.2004

DEUTSCHLAND

Mobilfunker kürzen Handy-Subventionen

Die deutschen Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone D2, E-Plus und O2 wollen die bisher üblichen Vergünstigungen für Handys senken.

Hintergrund des Vorstoßes zur Verbesserung der Gewinnmargen ist die inzwischen hohe Verbreitung von Mobiltelefonen auf dem deutschen Markt.

Derzeit geben die Mobilfunkbetreiber in Deutschland 200 Euro und mehr aus, um einen neuen Kunden zu gewinnen oder einen Bestandskunden zu halten.

"Hohe Subventionen machen Sinn, wenn man die Marktpenetration nach oben bringen will", so ein T-Mobile-Sprecher.

Alle Betreiber wollen kürzen

Vodafone D2 schloss sich der Absichtserklärung von T-Mobile umgehend an. "Die Idee, die Subventionen zu senken, bewerten wir positiv", sagte ein Sprecher. "Die Subventionen für Handys sind derzeit zu hoch", fügte er hinzu.

Konkrete Pläne wollte der Vodafone-Sprecher jedoch nicht nennen. "Wir beobachten den Markt", sagte er lediglich.

Auch E-Plus zeigte sich offen für geringere Handy-Rabatte. "Im Grundsatz unterstützen wir das, um die Margen zu verbessern", sagte eine Sprecherin. "Als Nummer Drei im Markt werden wir den großen Anbietern folgen", fügte sie hinzu.

Ein Sprecher des kleinsten Netzbetreibers in Deutschland, O2, sagte: "Die Kürzung der Handy-Subventionen ist immer ein guter Schritt."

Risiko: Verluste von Marktanteilen

Geringere Vergünstigungen für Handys können jedoch auch dazu führen, dass sich Bestands- und potenzielle Neukunden für einen anderen Anbieter entscheiden.

Keine Kürzungen in Österreich

Auf Anfrage der futurezone erklärte der österreichische Mobilfunk-Marktführer mobilkom austria, derzeit keinerlei Pläne in diese Richtung zu haben.

Man werde die Subventionen wie bisher weiterführen, so Sprecherin Elisabeth Mattes.

Eine Antwort von T-Mobile Österreich steht noch aus.