26.08.2004

STUDIE

Mobilfunk-Boom in Deutschland hält an

Der Boom auf dem deutschen Mobilfunkmarkt hält trotz Konsumflaute an. Im ersten Halbjahr 2004 wuchs die Zahl der Handynutzer um fünf Prozent auf 68,2 Millionen, wie Mobilcom-Chef Thorsten Grenz am Donnerstag in Berlin sagte.

Bis 2008 erwarte er ein Marktwachstum um rund fünf Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr wurde den Angaben zufolge mit Mobilfunk ein Umsatz von 25 Mrd. Euro in Deutschland erzielt.

Die Grenzen des Wachstums seien trotz einer hohen Marktsättigung noch längst nicht in Sicht, sagte Grenz. Die Verbreitung in Deutschland sei mit 76 gegenüber 84 Prozent in den anderen europäischen Ländern sogar noch gering und daher steigerungsfähig.

Auch die Nutzung sei noch nicht so hoch wie im übrigen Europa: In Deutschland zahle der Mobilfunkkunde durchschnittlich rund 26 Euro im Monat und damit fünf Euro weniger als seine europäischen Nachbarn.

Mobilfunk als "Grundbedürfnis"

"Mobilfunk ist die erfolgreichste technologische Innovation seit der Erfindung der Dampfmaschine", sagte Grenz. In nur 20 Jahren habe sich die Technologie auf dem Massenmarkt durchgesetzt.

Die 10- bis 24-Jährigen seien sogar zu 96 Prozent Nutzer. Damit sei die Technologie weiter verbreitet als der Computer mit 62 Prozent. Mobilfunk entwickle sich mehr und mehr zu einem "Grundbedürfnis".

Einer von Mobilcom in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage zufolge zeigen die Kunden Interesse an einigen neuen Mobilfunkdiensten.

35 Prozent sprachen sich für Walkie-Talkie-Funktionen aus, 33 Prozent für die Möglichkeit, Telefonkonferenzen schalten zu können, 23 Prozent würden gerne E-Mails senden und empfangen. Musik wollen sich der Umfrage zufolge nur zwölf Prozent auf ihr Handy downloaden.