Spam-White-List für Deutschland geplant
Die deutsche Internet-Wirtschaft will im Kampf gegen die wachsende Flut unerwünschter Werbemails weiter aufrüsten.
Auf einem am Mittwoch in Köln stattfindenden Anti-Spam-Komgress kündigte die Branche eine deutsche Positiv-Liste für vertrauenswürdige Versender an.
"Wir müssen etwas tun, sonst stirbt der Dienst E-Mail", sagte der Projektleiter der Anti-Spam-Task-Force beim Verband der Deutschen Internet-Wirtschaft [eco], Sven Karge.
Mit der Liste sollen einerseits die Kunden vor Spam geschützt werden. Andererseits sollen Nutzer, die Nachrichten anfordern, diese auch erhalten.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind 75 bis 85 Prozent des E-Mail-Verkehrs inzwischen Spam. Der überwiegende Teil stammt aus den USA.
Microsofts einsamer Kampf gegen SpamSpamfilter blockieren
Eco zufolge werden bis zu 20 Prozent aller in Deutschland verschickten E-Mails von Spam-Filtern fälschlicherweise blockiert, erreichen also den Adressaten nicht.
In die Positiv-Liste der Wirtschaft sollen nur seriöse Versender aufgenommen werden. Ein Kontrollgremium soll die strikte Einhaltung der Richtlinien für den korrekten E-Mail-Versand überwachen.
