19.09.2004

DEUTSCHLAND

Streit um die letzte Meile DSL

United Internet, nach der T-Online Nummer zwei auf dem deutschen DSL-Markt, fordert von der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation eine schnellere Öffnung des Telefonmarktes.

"Die DT gibt von ihrer Marktmacht freiwillig nichts ab", sagte United Internet-Chef Ralph Dommermuth dem "Tagesspiegel" [Montagsausgabe]. "Eine schnelle Regulierungsentscheidung wäre wünschenswert." United Internet zählte zuletzt rund 0,83 Millionen DSL-Kunden, die Tochter der DeutschenT-Online 2,6 Millionen.

Sprache von DSL entbündeln

"Die Entbündelung von Sprach- und DSL-Anschluss würde das Geschäft natürlich beschleunigen, weil wir nicht mehr auf die Telekom angewiesen wären", sagte Dommermuth. Die Regulierungsbehörde schütze hier die Investitionen der DT. Für den Telefonkonzern wäre es "natürlich dramatisch, wenn unsere DSL-Kunden keinen Telefonanschluss mehr bräuchten."

Der Wettbewerb werde hier "aus nachvollziehbaren Gründen in gewisser Weise behindert", sagte der United Internet-Chef. Über mangelnden Zuspruch der Kunden muss sich Dommermuth nicht beklagen. "Unser DSL-Angebot läuft sehr gut. Wir gewinnen jeden Tag über 1000 neue Kunden", sagte er dem "Tagesspiegel".