Die IT-Woche im Überblick

20.01.2008

Der Anstieg der Handy-Datenabfragen durch die österreichische Polizei schon kurz nach Inkrafttreten des neuen SPG, zwei neue EU-Verfahren gegen Microsoft und das neue MacBook Air standen in der Woche von 13. bis 19. Jänner im Mittelpunkt.

Schon im Vorfeld der Apple-Veranstaltung kochte die Gerüchteküche traditionell hoch, doch nicht alle Erwartungen konnten erfüllt werden. So müssen iPhone-Fans auf eine Version mit UMTS-Funktionalität weiter warten.

Unterdessen präsentierte Jobs mit dem MacBook Air das "dünnste Notebook der Welt" sowie Airport-Stationen mit Festplatte und macht iTunes zum Filmverleih. IPod und iPhone erhielten lediglich Software-Updates.

Mit Time Capsule wurde eine Airport-Station mit 802.11n-WLAN vorgestellt, die eine Festplatte integriert hat, um drahtlose Backups zu ermöglichen.

EU nimmt IE und Office Open XML ins Visier

Am Montag eröfrnete die EU-Kommission zwei Verfahren gegen den weltgrößten Software-Konzern Microsoft, bei denen hohe Bußgelder drohen.

Microsoft wird vorgeworfen, durch die Integration des Internet Explorers in das Betriebssystem Windows "das Tor zum Internet" zu kontrollieren.

Die EU will auch Microsofts Dokumentenformat Office Open XML unter die Lupe nehmen. Es gehe darum, nachzusehen, ob es ausreichend kompatibel zu den Produkten von Wettbewerbern sei, so ein EU-Sprecher.

Mehr Handy-Datenabfragen durch Polizei

In Österreich sorgte das neue Sicherheitspolizeigesetz [SPG] für Schlagzeilen. Die Grünen veröffentlichten ein brisantes Formular der Bundespolizeidirektion Wien, das den Behörden die Abfrage von Handy- und Internet-Daten nach dem neuen SPG ermöglichen soll.

Die heimischen Mobilfunker erklärten unterdessen, dass seit Jahresbeginn und dem Inkrafttreten des neuen Sicherheitspolizeigesetzes ein Anstieg der Datenabfragen seitens der Polizei bemerkbar sei.

Auffällig sei laut T-Mobile etwa, dass sich die Anfragen wegen Suizidgefährdungen plötzlich gehäuft haben.

Wenig später gab Chefinspektor Ernst Österreicher, oberster "Cybercop" der Republik, bekannt, das umstrittene Anfrageformular der Polizei an die Mobilfunker werde geändert.

Finanz lobt Online-Steuerfahndung

Seit eineinhalb Jahren macht Österreichs Finanz mit Hilfe von Spezialsoftware auch im Internet Jagd auf Steuersünder. In einer ersten Bilanz zeigte sich das Finanzministerium Ende der Woche zufrieden mit der Arbeit des digitalen Kollegen.

"Der Einsatz der Xenon-Software läuft sehr erfolgreich", sagt Herwig Heller, Leiter der Abteilung für Betrugsbekämpfung im Finanzministerium, im Gespräch mit ORF.at. "Allein im letzten halben Jahr wurden 700 konkrete Fälle ausgeforscht."