Analysten schätzen Musicmatch-Kauf
Die Übernahme des netzbasierten Musikdienstes Musicmatch durch Yahoo wird von Branchenbeobachtern und Analysten weitgehend positiv bewertet.
"Es ist ein gutes Geschäft für beide", meinte David Card, Analyst beim Marktforschungsinstitut Jupiter Research. "Musicmatch ist eine gute Firma mit einer nur geringen Gefahr, in der Menge zu verschwinden."
Musicmatch hatte zuletzt nach Angaben von Unternehmenssprecher Jason Klein rund 1,5 Millionen Songs im Monat verkauft, das entspricht einem Fünftel der Verkäufe von Apples iTunes.
Nach eigenen Angaben hat Apple seit dem Start von iTunes im April 2003 mehr als 125 Millionen Songs verkauft.
Am Dienstag hatte Yahoo angekündigt, Musicmatch für 160 Millionen Dollar [131 Mio. Euro] zu übernehmen. Der Internet-Portalbetreiber reiht sich mit diesem Schritt ein in die Gruppe von Online-Musikanbietern auf dem zunehmend lukrativen Markt.
Heißes Match um den Online-MusikmarktVerlagerung des Kaufverhaltens
Nach Schätzungen von Jupiter Research wird der Online-Musikmarkt von derzeit 270 Millionen Dollar bis zum Jahr 2009 auf insgesamt 1,7 Milliarden Dollar ansteigen.
Seit Anfang September hat sich zu den Herausforderern Sony und RealNetworks auch der Softwareriese Microsoft gesellt.
Das Service von Musicmatch erlaubt es, Musikstücke für je 99 Cent herunterzuladen, Songs von eigenen CDs auf dem Rechner zu speichern und die Musik auf CD zu brennen oder auf einen mobilen Player zu übertragen.
Bisher hatte Yahoo mit seinem "Launch"-Service keine Musikstücke zum Herunterladen angeboten und verwies stattdessen auf den Napster-Dienst des Software-Herstellers Roxio.
