Öko-Roboter produziert Energie selbst
Britische Forscher haben einen Roboter entwickelt, der Fliegen verspeist und somit seine eigene Energie produziert.
Acht Fliegen reichen dabei aus, um den kleinen "EcoBot II" fünf Tage lang "satt" zu machen, berichten Chris Melhuish und Kollegen von der University of the West of England [Bristol] in der neuen Ausgabe des Fachmagazins "New Scientist".
Bei dieser schmalen Ration schaffe der Roboter ein Spitzentempo von zehn Zentimetern pro Stunde. "Alle zwölf Minuten sendet er zudem ein Signal zurück", sagt Melhuish.
Während im Film "I, Robot" die Menschheit im Jahre 2035 gegen angriffslustige Roboter kämpft, ist die aktuelle Roboterentwicklung von solchen Szenarien noch weit entfernt.
Der lange Weg zum denkenden RoboterVerdauung mit Brennstoffzellen
Der mit Sensoren ausgerüstete EcoBot soll in unwegsamen und gefährlichen Umgebungen zum Einsatz kommen.
Um von Batterien unabhängig zu werden, haben die Forscher für den Roboter ein Verdauungssystem erdacht: In seinen acht Brennstoffzellen verdauen Klärschlamm-Bakterien die Fliegen, setzen daraus Zuckermoleküle frei und produzieren mit diesen elektrischen Strom.
Einziger Nachteil des bislang noch per Hand gefütterten Roboters: Um die Fliegen selber anzulocken müsste er künftig zum Himmel stinken, so die Forscher.
