Abschied von der Diskette fällt schwer
Totgesagte leben länger: Schon oft wurde das Ende der Disketten-Ära prognostiziert, trotzdem gibt es noch genug Leute, die sich von der guten alten Floppy-Disc nicht trennen können bzw. wollen.
Über viele Jahre war die Diskette mit einer Kapazität von 1,44 Megabyte das beliebteste Speichermedium.
Und anscheinend ist der Nostalgiefaktor der Diskette weiterhin groß: Laut einer Umfrage des US-Speicherherstellers Imation haben 2003 rund 70 Prozent der europäischen Internet-User noch immer Disketten gekauft.
Das Ende der Disketten-Ära nahtDiskettenlaufwerk nur noch optional
Der größte Computerhersteller Dell verzichtet seit dem Frühjahr 2003 auf den Einbau von Diskettenlaufwerken. Optional sind sie jedoch weiterhin für einen geringen Aufpreis von rund 20 Dollar erhältlich.
Und den zahlen auch viele Kunden gerne. "Jeder Computer in ihrem Leben hatte ein Diskettenlaufwerk, deshalb haben viele Menschen das Gefühl, nicht ohne auszukommen", so Dell-Sprecher Lionel Menchaca. Solange die Nachfrage da ist, wird man die Laufwerke auch weiter anbieten.
Auch bei Gateway sieht man den Sachverhalt ähnlich: "Wir würden das Thema Floppy gerne abschließen, aber erst müssen unsere Kunden so weit sein", sagt Pressesprecherin Lisa Emard.
Gates sieht bereits schwarz für DVDs
Wenn es nach Microsoft-Gründer Bill Gates geht, könnte mit der
DVD schon bald das nächste Speichermedium vom Aussterben bedroht
sein. "Diese Technik wird sich spätestens in zehn Jahren erledigt
haben", wurde er kürzlich in der deutschen "Bild" zitiert.
Gates sieht keine Zukunft für DVDsSeit Ende der 70er
Disketten sind seit Ende der 70er Jahre auf dem Markt. Erst waren die Datenträger noch größer, Mitte der 80er führte Apple dann die gängigen 3,5-Zoll-Disketten mit mehr Speicherkapazität ein.
Apple war übrigens auch der erste Computerhersteller, der sich vom Diskettenlaufwerk verabschiedete. Mit der Einführung der iMac-Serie 1998 hat man darauf verzichtet.
"Disketten sind zwar nicht offiziell tot, aber sie werden einfach langsam verschwinden", fasst Tim Bajarin, Präsident der Tech-Analystenfirma Creative Strategies. zusammen
