01.09.2004

STUDIE

Windows-Update bringt Probleme mit sich

Das Service Pack 2 [SP2] ist das umfangreichste Update, das Windows je erlebt hat. Hunderte Programmierer haben ein Jahr daran gearbeitet, 300.000 Beta-Tester nach Bugs gesucht. Seit Anfang August ist das Update nun verfügbar.

Vor allem bei Business-Kunden könnte die Installation des SP2 jedoch Probleme mit sich bringen, wie eine Studie der kanadischen Firma AssetMetrix besagt.

Demnach sollen zehn Prozent der Rechner, bei denen das Update installiert wird, mit einigen Programmen nicht mehr kompatibel sein. Bei kleineren Firmen mit weniger als 100 Rechnern steigt die Fehlerrrate auf zwölf Prozent.

In den schlimmsten Fällen der Studie, waren 60 Prozent der Rechner nach dem Update mit Kompatibilitäts-Problemen konfrontiert.

MS listet 60 inkompatible Programme

Microsoft hat eine Liste mit 60 Programmen veröffentlicht, einige davon sind MS-Produkte, die nach dem Update nicht mehr so funktionieren wie vorher.

In einigen Fällen helfen Änderungen inden Windows-Settings, um die Programme zum Laufen zu bringen, bei anderen sind drastische Maßnahmen notwendig.

Aus diesem Grund hat Microsoft viele Firmenkunden das Update mit einem eigenen Tool verschieben lassen, um vorher herauszufinden, mit welchen Programmen es Probleme geben könnte.

Betroffen sind meist vor allem ältere Programmversionen oder Anwendungen von wenig bekannten Herstellern.

Microsoft gelassen

AssetMatrix warnt nun davor, dass der Patch, der MS-Kunden, die das SP2 nicht sofort einführen wollen, vor einem automatischen Update schützt, am 16. Dezember ausläuft.

Bei Microsoft selbst sieht man die Problematik nicht so tragisch. "Laut eigenen Test und dem Feedback, das wir bekommen haben, läuft die bedeutende Mehrheit der Programme nach dem Update problemlos", so Paul Randle, Produkt-Manager bei Microsoft Großbritannien.

"Für die meisten Probleme haben wir simple Umgehungen gefunden, nur wenige Programme funktionieren gar nicht."