Glas mit UV-Blocker für LC-Displays
Die für Computer und Fernseher zunehmend eingesetzten LC-Displays sollen künftig drei Mal so lang halten wie bisher. Der Mainzer Spezialglashersteller Schott hat dazu nach Angaben vom Dienstag zwei neue Glasarten mit UV-Blockern entwickelt, die die Kunststoffkomponenten der LCD-Geräte vor vorzeitiger Alterung schützen sollen.
Begrenzt wurde die Lebensdauer von LCD Bildschirmen bisher unter anderem dadurch, dass die sogenannten "Backlights", eine Art miniaturisierte Neonröhre, die das Bild auf dem Display sichtbar machen, UV-Strahlung abgeben. Diese UV-Strahlung schädigt wichtige Kunststoffkomponenten im Inneren des Flachbildschirms.
Die für die Schädigung von Kunststoffteilen verantwortliche UV-Strahlung findet im nicht sichtbaren Bereich bei Wellenlängen von 254 und 313 nm statt.
Mit den beiden neuen Glasarten wurde es zum ersten mal möglich, genau in diesem Wellenlängenbereich einen wirkungsvollen UV-Filter bereits in der Glasrezeptur zu realisieren so daß auf eine aufwändige spätere Beschichtung des Glases verzichtet werden kann.
Die Spezialgläser machten das Endprodukt für den Verbraucher dennoch nicht teurer.
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