25.08.2004

HANDBUCH

UNO bringt Linux-Leitfaden für Anfänger

Das International Open Source Network [IOSN], eine von der UNO finanzierte Organisation, hat ein Linux-Handbuch für Anfänger herausgegeben.

In dem Handbuch finden sich grundlegende Informationen zu Linux, zum Beispiel wie im Netz gesurft werden kann, Open Office Dokumente angelegt werden und wie man Dateien organisiert.

IOSN will damit das Interesse für Open Source wecken, vor allem bei von der UNO gesponserten Projekten der Information and Communication Technology for Development [ICT4D], sagte Sunil Abraham von IOSN. Derzeit gibt es weltweit 800 solcher ICT4D-Projekte, die meisten davon verwenden proprietäre Software.

Das Handbuch bezieht sich hauptsächlich auf Fedora, soll aber laut Abraham keine Bevorzugung der Distribution gegenüber anderen darstellen. Für ihn ist die Distro eine der am wenigstens erschreckenden für Linux-Einsteiger.

Rückzug aus UNO-Gruppe

Währenddessen hat sich Microsoft aus einer Software-Standardisierungsgruppe der UNO verabschiedet, die Standards für neue Services für den Online-Handel zu definieren versucht [Cefact].

Bereits Anfang des Jahres gab es Unstimmigkeiten zwischen den Vertretern von Open Source und proprietärer Software, die allerdings nichts mit dem aktuellen Fall zu tun haben sollen. Derzeit geht es um die Kontrolle von geistigem Eigentum, das der Standardisierung zugrunde liegt wird, so Beobachter.

Ein MS-Sprecher meinte, dass die Vorstellungen der beiden Vertreter zu weit auseinander klafften. Laut Teilnehmern der Gruppe sind auch andere Firmen aus den USA und Europa über den geplanten Umgang der Gruppe mit geistigem Eigentum besorgt. Im Falle eines Rechtsstreits sollen diese die UNO schadlos halten. Auch SAP hat sich aus diesem Grund vorerst zurückgezogen.