UNO bringt Linux-Leitfaden für Anfänger
Das International Open Source Network [IOSN], eine von der UNO finanzierte Organisation, hat ein Linux-Handbuch für Anfänger herausgegeben.
In dem Handbuch finden sich grundlegende Informationen zu Linux, zum Beispiel wie im Netz gesurft werden kann, Open Office Dokumente angelegt werden und wie man Dateien organisiert.
IOSN will damit das Interesse für Open Source wecken, vor allem bei von der UNO gesponserten Projekten der Information and Communication Technology for Development [ICT4D], sagte Sunil Abraham von IOSN. Derzeit gibt es weltweit 800 solcher ICT4D-Projekte, die meisten davon verwenden proprietäre Software.
Das Handbuch bezieht sich hauptsächlich auf Fedora, soll aber laut Abraham keine Bevorzugung der Distribution gegenüber anderen darstellen. Für ihn ist die Distro eine der am wenigstens erschreckenden für Linux-Einsteiger.
Die Entwicklungsländer werden zu einem immer wichtigeren Markt für Computer- und Softwarehersteller. Bis 2010 sollen weltweit eine Milliarde Menschen Computer nutzen, die meisten Einsteiger werden in China, Indien und Russland erwartet.
Linux befreit aus Microsofts DominanzDer Leitfaden wurde unter der Creative Commons Attribution License veröffentlicht und kann für den eigenen Bedarf von anderen Organisationen kopiert und verteilt werden. Daneben ist auch eine bootfähige "Linux Live"-CD zum Ausprobieren geplant.
Das ManualRückzug aus UNO-Gruppe
Währenddessen hat sich Microsoft aus einer Software-Standardisierungsgruppe der UNO verabschiedet, die Standards für neue Services für den Online-Handel zu definieren versucht [Cefact].
Bereits Anfang des Jahres gab es Unstimmigkeiten zwischen den Vertretern von Open Source und proprietärer Software, die allerdings nichts mit dem aktuellen Fall zu tun haben sollen. Derzeit geht es um die Kontrolle von geistigem Eigentum, das der Standardisierung zugrunde liegt wird, so Beobachter.
Ein MS-Sprecher meinte, dass die Vorstellungen der beiden Vertreter zu weit auseinander klafften. Laut Teilnehmern der Gruppe sind auch andere Firmen aus den USA und Europa über den geplanten Umgang der Gruppe mit geistigem Eigentum besorgt. Im Falle eines Rechtsstreits sollen diese die UNO schadlos halten. Auch SAP hat sich aus diesem Grund vorerst zurückgezogen.
