24.08.2004

POST TELEKOM

Swisscom ortet politische Einmischung

Die Schweizer Swisscom bleibt dabei, dass das Scheitern der Fusion mit der Telekom Austria eine "politische Entscheidung" in Österreich gewesen ist.

Aussagen von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, wonach der Swisscom-Verwaltungrat und der Schweizer Bundesrat österreichischen Bedingungen nicht akzeptiert hätten, werten Swisscom-Kreise als "eigenwillige Interpretation der Ereignisse".

Swisscom-Chef Jens Alder hatte bereits am Samstag in der "Financial Times" Vorwürfe aus Österreich zurückgewiesen, nach denen es Verhandlungsrückschritte gegeben haben soll, weil der Swisscom-Verwaltungsrat nicht voll hinter seinem Vorstand gestanden sein soll.

In regierungsnahen Kreisen in Wien meint man, dass sich der Deal dadurch um Monate nach hinten verzögert hätte und der politische Druck in dieser Zeit enorm geworden wäre. Die Swisscom-Kreise halten dem entgegen, dass die Prüfung bereits im Oktober abgeschlossen werden hätte sollen und dass außerdem die Möglichkeit zu einer Art Vorvertrag bestanden hätte, wodurch der Deal wie geplant bereits diese Woche der Öffentlichkeit präsentiert werden hätte können.

Das eigentliche Closing des Vertrags, heißt es, sei ohnehin erst Anfang März geplant gewesen.