19.08.2004

IPOD & ITUNES

Reals Angriff auf Apple als Eigentor

RealNetworks Kampage, die auf Apples iPod und seine mangelnde Unterstützung für Reals Musikshop Rhapsody abzielt, hat dem Unternehmen mehr Kritik als Zustimmung eingebracht.

Real prangert in seiner Kampagne Apples proprietäres Kopierschutzsystem Fairplay an, dass kopiergeschützte Songs aus Reals Musikshop [und auch anderer Shops] nicht auf Apples iPod laufen lässt.

Mit einer eigenen Petition namens "Hey Apple! Don't Break My iPod!" sucht Real Unterstützung in seinem Kampf, der hauptsächlich auf Apples Marktdominanz mit seinem Shop iTunes und seinem Musik-Player iPod, die durch Fairplay eng aneinander gekoppelt sind, abzielt.

Allerdings sind nicht alle User einer Meinung mit Real und so ging die Petition zumindest teilweise auch nach hinten los.

Unerwünschte Kommentare

Die Kommentare, die unter der Petition zu lesen waren, zeugten eher von geteilten Meinungen über Reals vorgeblichen Einsatz für die Rechte der Konsumenten und waren zum Teil auch von der deftigeren Sorte.

Vor allem Reals partiell unrühmliche Vergangenheit wurde dem Unternehmen angelastet, manche User sahen aber in Reals Reverse Engineering von Fairplay reinen Diebstahl. Auch dass Real selbst Mac-User in seinem Shop außen vor lässt, wurde durchgehend nicht goutiert. Daneben fand sich aber auch Zustimmung unter den Postern, die proprietäre File-Formate als schlecht deklassierten.

Offenbar hat die Welle der negativen Äußerungen Real dazu veranlasst, die ursprüngliche Petition offline zu setzen und mit einer neuen, diesmal ohne Kommentarfunktion, zu ersetzen. Mittlerweile können User nur mehr E-Mail-Adresse und Namen auf der Petition hinterlassen, die zudem gar nicht mehr einsehbar ist. Als Grund gibt Real an, Spammern keine Möglichkeit geben zu wollen, auf der Site E-Mail-Adressen zu sammeln.