Microsoft will in Japan weiterkämpfen
Die Auseinandersetzung zwischen der japanischen Wettbewerbsbehörde FTC und dem Softwarehersteller Microsoft hat dem Image des Herstellers in Japan geschadet.
Das sagte der Chef von Microsoft Japan, Michael Rawding. Dennoch will Rawding weiter gegen ein Urteil vom letzten Monat ankämpfen, wonach Microsoft rückwirkend eine Klausel aus seinen Lizenzvereinbarungen streichen muss.
Die Klausel hindert Firmen daran, Microsoft wegen Patent- oder Copyright-Verletzungen zu klagen
Die gerichtliche Auseinandersetzung könnte laut Rawding bis zu zwei Jahre dauern, die FTC geht sogar davon aus, dass es noch länger dauern könnte.
Die FTC hatte Microsoft am 13. Juli in einem Brief verwarnt und die Klausel aus den Vereinbarungen rausreklamiert. Sie sieht darin eine Hilfestellung für Microsoft bei der Verletzung von Patenrechten.
Wettbewerbshüter verwarnen MicrosoftKein Verständnis für Aufregung
Microsoft hatte die beanstandete Klausel bereits Anfang des Jahres aus den neuen Verträgen gestrichen, obwohl der Hersteller weiter darauf pocht, dass die Formulierung gesetzeskonform ist.
Die FTC will nun aber auch die Streichung aus älteren Verträgen, Microsoft hat dagegen Berufung eingelegt. Wenn das Urteil der FTC gegen Microsoft fällt, kann der Hersteller immer noch Einspruch vor einem japanischen Gericht einlegen.
Laut Rawding arbeitet Microsoft eng mit der japanischen Wettbewerbsbehörde zusammen, versteht aber den Wirbel rund um die Klausel, die in Europa und den USA als "gesetzmäßig und angebracht" akzeptiert worden sei, nicht.
