09.08.2004

DEUTSCHLAND

Immer mehr DVDs statt Videokassetten

Der Markt für Film-DVDs hat im ersten Halbjahr 2004 in Deutschland erneut Rekordmarken erzielt und die Ablösung der herkömmlichen Videokassette weiter vorangetrieben.

Der Umsatz mit digitalen Bildspeichern legte nach Erhebungen der GfK um 32,7 Prozent auf 527 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 zu, teilte der Bundesverband Audiovisuelle Medien [bvv] am Montag mit. Die Stückzahl der Silberlinge stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 sogar um 57,3 Prozent auf 37,3 Millionen.

Die weiterhin stark rückläufigen Umsätze aus dem Verkauf herkömmlicher Videokassetten konnten nach Angaben des Verbands mehr als ausgeglichen werden. Im ersten Halbjahr 2004 wurden nur noch 10,2 Prozent des Umsatzes mit Videokassetten gemacht.

Verleihmarkt erholt sich

Den Verkaufsrückgang konnte die DVD laut bvv vor allem mit Blockbuster-Titeln wieder einfahren. Die Verkaufsschlager "Der Herr der Ringe III - Die Rückkehr des Königs", "Der Fluch der Karibik" und "Findet Nemo" hätten allein zu einem Zehntel zum gesamten DVD-Verkaufsumsatz beigetragen, hieß es.

Der seit einiger Zeit deutlich rückläufige Verleihmarkt, der 18,5 Prozent des Branchenumsatzes ausmacht, hat sich dagegen wieder etwas konsolidiert.

Während die Videotheken im ersten Halbjahr 2003 noch einen Rückgang der Vermiettransaktionen von 15,4 Prozent auf 51,85 Millionen Videos verzeichnete, pendelte sich der Rückgang diesmal auf minus 3,7 Prozent [49,92 Mio Transaktionen] ein.