07.08.2004

FASHION

Modestyling für Handys

Nachdem sich Handys anhand ihrer Funktionen mehr oder weniger kaum mehr unterscheiden, setzen die Hersteller vermehrt auf den Stylefaktor.

Nokia beschäftigt dafür seit etwa zehn Jahren ein Team von Designer, die sich, analog zur Modebranche, über künftige Trend informieren. Für diesen Sommer sind in der Fashionlinie des Unternehmens die Farbe Weiß und die Materialien Keramik und Leder äußerst beliebt, meint Nokia Österreich-Chef Jörg Pribil.

Neben textilen Designelementen wie beim 7200 kommen laut Pribil auch Schwarz-Rot-Farbkombination und glänzende Materialien neben den klassischen Dauerbrennern in Titan bei den Kunden gut an.

Die Xelibri-Linie von Siemens setzte überhaupt auf auffälliges Design, dafür weniger auf Technik.

Kooperationen mit Modehäusern

Siemens hat sein SL55 in einer eigenen Auflage im Design des Modehauses Escada auf den Markt gebracht. Das purpurfarbene Handy wurde, in einer Parfumflaschen-Verpackung, auch in Escada-Geschäften verkauft.

Nokias ist für sein 7200 eine Kooperation mit Wolford eingegangen. Wolford hat, passend zum Design des 7200, eigene Strickschläuche erzeugt und verkaufte das Handy ebenfalls in seinen Geschäften.

Nicht jedes Land goutiert die gleichen Stylefarben und -formen. Während in den nordischen Ländern Europas Ockergelb gern gesehen ist und in Asien Pink und Purple die Topseller sind, erfreuen sich diese Farben in Österreich laut Pribil geringerer Beliebtheit. Dass ein Handy auf den Markt kommt und es sich wegen seiner auffälligen Farbe nicht gut verkauft, komme aber nicht vor, so Pribil.