30.07.2004

HINTERGRUND

Intel-Aktie trotzt schlechten Nachrichten

Die Nachricht von heute, dass Intel den Launch des 4-Gigahertz-Prozessors um mindestens ein Quartal verschieben muss, hat die Börse völlig kalt gelassen.

Am Freitag Nachmittag notierte das Papier des weltgrößten Chipherstellers praktisch unverändert, wie so oft waren die Nachrichten bereits in den vorangegangenen Kursbewegungen einberechnet.

Die Angaben Intels, dass diese Verschiebung notwendig sei, um auch sicher eine ausreichende Menge zum Produktlaunch anbieten können, entsprechen freilich nur der halben Wahrheit.

Verzögerungen mit Tradition

Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass Intel lieber riskiert, einen Produktlaunch zu verschieben, als die Preise weiter unter Druck zu setzen.

Im vergangenen Monat hatte sich das Image des führenden Chipbäckers zahlreiche Kratzer eingefangen.

Bereits Prescott und Dothan, die Flagschiffe des Konzerns für den Desktop- bzw. Notebook-Bereich, sind mit Verzögerungen auf den Markt gekommen.

Auch ein Chipset für Notebooks mit dem Code-Namen Alviso ist auf nächstes Jahr verschoben worden. Intel hatte darüber hinaus bei verschiedenen Chips damit zu kämpfen, eine ausreichende Menge zum Roll-Out bereit zu stellen.