Ex-Neonazi-Website klärt auf
Auf der Internetseite Sieg-Heil.de finden Neonazis künftig statt rassistischer Propaganda Aufklärungsmaterial über den Holocaust.
Die zentrale Vergabestelle Denic habe auf Betreiben der Netzfahndung jugendschutz.net dem alten Seitenbetreiber gekündigt und leite seither alle Anfragen zur Bürgerinitiative Shoa.de um, sagte ein Sprecher der Fahnder am Montag.
Shoa.de bietet Hintergrundmaterial zur Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten an.
Auf der Seite "Sieg-Heil.de" waren nach Angaben von jugendschutz.net bis dahin rassistische Inhalte, rechte Diskussionsforen und Neonazi-Parolen zu finden gewesen.
In Deutschland gibt es auch immer wieder Razzien wegen der Verbreitung von Nazi-Musik im Netz. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, in der Musik-Tauschbörse KaZaA rechtsextremistische Musik zum Herunterladen anzubieten.
Razzien wegen Nazi-Musik im NetzSchlag gegen Neonazis im Netz
Zugleich gelang den Internetfahndern ein weiterer Schlag gegen die Neonazi-Szene im Internet: Mit Skadi.net sei ein zentraler Anbieter von Neonazi-Internetadressen in den USA komplett gesperrt worden, sagte der Sprecher.
Skadi.net habe Internet-Nutzer über eine so genannte Topliste auf die hundert wichtigsten neonazistischen Seiten weitergeleitet, unter anderem auf Homepages mit strafbarem Inhalt.
Eines der größten Neonazi-Foren der europäischen Szene sei damit nicht mehr erreichbar. Auch etliche der bedeutendsten deutschen Kameradschaftsseiten und das für die rechte Szene wichtige Forum Freier-Widerstand.net könnten so nicht mehr aufgerufen werden.
