26.07.2004

HOLOCAUST

Ex-Neonazi-Website klärt auf

Auf der Internetseite Sieg-Heil.de finden Neonazis künftig statt rassistischer Propaganda Aufklärungsmaterial über den Holocaust.

Die zentrale Vergabestelle Denic habe auf Betreiben der Netzfahndung jugendschutz.net dem alten Seitenbetreiber gekündigt und leite seither alle Anfragen zur Bürgerinitiative Shoa.de um, sagte ein Sprecher der Fahnder am Montag.

Shoa.de bietet Hintergrundmaterial zur Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten an.

Auf der Seite "Sieg-Heil.de" waren nach Angaben von jugendschutz.net bis dahin rassistische Inhalte, rechte Diskussionsforen und Neonazi-Parolen zu finden gewesen.

Schlag gegen Neonazis im Netz

Zugleich gelang den Internetfahndern ein weiterer Schlag gegen die Neonazi-Szene im Internet: Mit Skadi.net sei ein zentraler Anbieter von Neonazi-Internetadressen in den USA komplett gesperrt worden, sagte der Sprecher.

Skadi.net habe Internet-Nutzer über eine so genannte Topliste auf die hundert wichtigsten neonazistischen Seiten weitergeleitet, unter anderem auf Homepages mit strafbarem Inhalt.

Eines der größten Neonazi-Foren der europäischen Szene sei damit nicht mehr erreichbar. Auch etliche der bedeutendsten deutschen Kameradschaftsseiten und das für die rechte Szene wichtige Forum Freier-Widerstand.net könnten so nicht mehr aufgerufen werden.