25.07.2004

ATHEN

Noch mehr Technik für Olympia

Vom 13. bis zum 29.August finden in Athen die 28. Olympischen Spiele statt. Bei den Veranstaltern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Investiert wird nicht nur in Technik für Sicherheitsmaßnahmen, Kommunikation und Übertragungssysteme, auch die teilnehmenden Sportler setzen zunehmend auf technische Unterstützung.

Das Fraunhofer-Institut hat etwa ein intelligentes Werkzeug entwickelt, das Speerwerfer beim Training unterstützt: Einen Speer mit Bordelektronik.

Sicherheitszwischenfälle eingerechnet

Auch an der IT-Front sind die Spezialisten des französischen Dienstleisters Atos Origin rund um die Uhr mit der Absicherung ihrer Systeme beschäftigt. Atos wird mit 3.400 Mitarbeitern dafür sorgen, dass alle olympischen Datenservices, von der Ergebnis-

Beschleunigung und Geschwindigkeit

Die gesamte Messelektronik - Beschleunigungssensoren und Mikroprozessoren - wiegen zusammen nur 75 Gramm. Damit ist das intelligente Werkzeug nur wenig schwerer als ein normaler Speer und kann wie gewohnt geworfen werden.

Während der Anlauf- und Abwurfphase misst die Elektronik 500-mal pro Sekunde die Beschleunigung und speichert die Daten auf einem Mikrochip. Über einen Magnetadapter werden die Werte auf einen Laptop überspielt.

Anhand der graphischen Beschleunigungs- und Geschwindigkeitskurve erkennen Trainer und Sportler sofort, wie gut der Wurf gelungen ist und können Verbesserungen besprechen.

Handy-Navigation in der Olympischen Stadt

Im Rahmen des EU-Projekts LoVEUS hat das Fraunhofer-Institut auch ein Location-based-Service mitentwickelt, das Sportlern wie Olympia-Besuchern den Spaziergang durch Athen per GPRS oder UMTS erleichtern soll.

Der Stadtbummler bekommt nach der Anmeldung, basierend auf einem Positionierungsdienst und einem optionalen digitalen Kompass, einen aktiven Stadtplan mit Navigationsfunktionalitäten auf sein Handy geliefert.

Parallel dazu können Panoramabilder abgerufen werden, um die eigene Position und das Gesehene zu verifizieren.

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, multimedial unterstützten Stadtrundgängen zu folgen oder über 3-D-Visualisierungen einen Blick in die Vergangenheit zu wagen.

"Eye in the Sky" liefert Verkehrsdaten

Einer ähnlichen Thematik haben sich Die Wissenschaftler aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK wollen mit dem EU-Projekt »Eye in the Sky«dafür sorgen, dass der allseits gefürchtete Verkehrsinfarkt auf Athens Straßen bestmöglich verhindert wird: Während Olympia wird eine kleine Fahrzeugflotte mit FCD-Endgeräten [Floating-Car-Data] ausgestattet. Die hier erhobenen Verkehrsdaten laufen in Athen in einer FCD-Zentrale zusammen und liefern aktuelle Verkehrsdaten.