Mehr Geld für T-Online-Aktionäre

landgericht
30.11.2007

Könnte Deutsche T 600 Millionen Euro kosten

Die Deutsche Telekom muss den ehemaligen Aktionären von T-Online möglicherweise einen Nachschlag zahlen, der sie nach Angaben von Rechtsanwälten rund 600 Millionen Euro kosten könnte.

Das Landgericht Frankfurt habe im Spruchverfahren einen Vergleich vorgeschlagen, wonach die Deutsche Telekom eine zusätzliche Abfindung von 5,25 Euro je Aktie plus Zinsen zahlen solle, teilte die Kanzlei Dreier Riedel Rechtsanwälte am Freitag in Düsseldorf mit. Das Umtauschverhältnis sei aus Sicht des Gerichts zu niedrig gewesen.

Verhandlungen vertagt

Ein Sprecher des Landgerichts wollte den Sachverhalt am Freitag weder bestätigen noch dementieren. Nach Angaben der Kanzlei soll am 12. Februar 2008 erneut verhandelt werden.

Die Kanzlei hatte im Auftrag von T-Online-Aktionären einen Sonderprüfungsantrag beim Landgericht gestellt, um zu klären, ob die Anleger ausreichend entschädigt wurden. T-Online war 2006 wieder in die Deutsche Telekom AG eingegliedert worden.

T-Online war für 27 Euro je Aktie an die Börse gebracht worden, als Abfindung bot die Deutsche Telekom aber nur 8,99 Euro oder 0,52 Telekom-Aktien, was damals weniger als sieben Euro ausmachte. Die Eingliederung war bereits monatelang durch Anfechtungsklagen wütender T-Online-Aktionäre blockiert worden, ehe die Telekom den Sofortvollzug durchsetzte.

(Reuters)