Deutsche Finanz-Software wird degradiert
Deutschland hält an seinen Plänen fest, die Software für die Steuerverwaltung zu vereinheitlichen. Allerdings wird die Entwicklung für das Besteuerungsverfahren in die Hände der Länder gelegt.
"Allein die Länder verantworten Strategie und Architektur der Informationstechnik der Steuerverwaltungen", so Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser nach einer Sitzung der deutschen Finanzminister. Damit ist das vom deutschen Finanzministerium favorisierte Software-Projekt Fiscus in Frage gestellt. Fiscus tritt lediglich noch als Dienstleister in Erscheinung.
Bayern und Niedersachsen sollen gemeinsam ein neues, in allen Ländern einsetzbares Steuer-Erhebungsverfahren entwickeln. Dabei sollen die beim Projekt EOSS angewandte Vorgehensweise sowie die bereits geleisteten Vorarbeiten der Länder als Basis dienen.
Mitte 2005 soll ein Ergebnis vorliegen. Von diesem Zeitpunkt an solle Strategie und Architektur der Informationstechnik der Steuerverwaltungen "durch die fünf großen Länder" Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen unter Mitwirken des Bundes bestimmt werden, so Faltlhauser. Wann die einheitliche Software dann funktionieren solle, wurde nicht genauer festgelegt.
Deutsche Finanzamt-Software in Nöten
