Chinesische DVDs und die Patentgebühren
Die großen chinesischen DVD-Produzenten, darunter Shinco, Skyworth Changhong und SVA, haben ihre Exporte ins westliche Ausland gestoppt.
Grund sind die hohen Lizenzgebühren, die pro DVD gezahlt werden müssten, berichtet ChinaTechNews am Freitag. Da die chinesischen Hersteller in diesem Bereich nicht ein einziges Technologie-Patent innehätten, kämen pro verkaufte DVD Gebühren von bis zu 20 USD auf sie zu.
Wegen der geringen Profite sieht die Mehrzahl der Hersteller offenbar keine andere Chance, als den Export einzustellen.
Viele Firmen melden Konkurs an
Viele Unternehmen mussten bereits Konkurs anmelden. Innerhalb von
fünf Monaten sind nach Angaben von ChinaTechNews allein in der
High-Tech-Metropole Shenzhen 30 DVD-Hersteller Bankrott gegangen.
Widerstand gegen Copyright-VerschärfungDer Ausstieg der chinesischen Hersteller kommt in einer Zeit, in der das Geschäft mit den DVDs eigentlich boomt. In den USA wird für DVDs mittlerweile mehr Geld ausgegeben als an den Kinokassen.
Allein US-Filmliebhaber haben im ersten Quartal dieses Jahres 4,8 Mrd. USD für den Kauf oder das Ausleihen von DVDs bezahlt. Demgegenüber verzeichneten die Kinokassen gerade einmal Einnahmen von 1,78 Mrd. USD.
