Staumanagement für Fußball-WM
Eine neue Verkehrsüberwachungstechnologie kann möglicherweise schon bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland eingesetzt werden und soll Staus vermeiden helfen.
Ein deutsches Konsortium aus Industrie und Forschung hat das Projekt mit dem Namen "Eye in the Sky" am Donnerstag in Berlin vorgestellt.
Überwachungsmethode "vertrauenswürdig"
Die neue Überwachungsmethode schaffe "eine vertrauenswürdige
Datengrundlage für Verkehrszentralen", sagte Werner Schönewolf vom
Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik.
Modellversuche hätten bereits in den Ballungsräumen Athen, Hannover
und Frankfurt stattgefunden.
Videoüberwachung auch in Bus und BahnDas System verfolgt eine Doppelstrategie. Zum einen übermitteln speziell ausgerüstete Autos während der Fahrt Streckeninformationen wie Geschwindigkeit und Reisezeit an eine Verkehrszentrale. Die Zentrale wertet die Daten aus. Lassen sie auf Verkehrsbeeinträchtigungen schließen, erkundet ein Hubschrauber mit Spezialkameras die Situation aus der Luft.
Nach den Erwartungen der Entwickler des Systems können die Zentralen so im Ernstfall präzise Handlungsempfehlungen beispielsweise an Rettungskräfte geben, die anderenfalls im Stau stecken bleiben würden. Großveranstaltungen könnten störungsfreier und sicherer ablaufen. Das Ziel der Forscher ist es, schon bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland das "Himmelsauge" einzusetzen.
