Zweifel an Einsparungen bei Blaulichtfunk
Vor rund einer Woche hat das Innenministerium nach langen Verzögerungen den Auftrag für ein bundesweites Blaulichtfunksystem ["Digitalfunk BOS Austria"] neu vergeben und in diesem Zusammenhang von Einsparungen gegenüber der Erstausschreibung von über der Hälfte gesprochen.
Diese Kostenreduktion wurden nicht zuletzt mit der zur Verfügung Stellung von Funkmastenstandorten durch die Länder begründet. Den Hilfsorganisationen fehlt jedoch der Glauben an die Umsetzung, sie sehen ein Ping Pong-Spiel zwischen Bund und Ländern.
Schließlich müssten die Länder, genauso wie zuvor der alte Auftragnehmer master-talk, die Standorte erst suchen und erwerben. Obendrein sei noch nicht geregelt, wer die Endgeräte im Preis von 700 bis 1.000 Euro zahlen würde. Laut sagen wollen sie das laut APA aber nicht, sie fürchten demnach Repressalien beim BOS-Aufbau.
Im Innenministerium spielt man den Ball an die Länder weiter. Es lege an ihnen, als Gegenleistung für die Übernahme der Gesprächskosten durch den Bund sich um die Standorte zu kümmern. Und die Länder seien es auch, die mit den Helfern klären müssen, wer die Funkgeräte bezahlt.
Blaulichtfunk an TA, Alcatel und Motorola
