Alcatel Deutschland baut 900 Stellen ab
Der Telekommunikationsausrüster Alcatel hat sich beim Abbau von rund 900 der 6250 Arbeitsplätze in Deutschland mit der Gewerkschaft IG Metall und dem Betriebsrat auf einen Kompromiss geeinigt.
Etwa 550 Stellen werden an fremde Unternehmen ausgelagert, zudem werde es eine Beschäftigungs- und Qualifizierungs-Gesellschaft sowie Sozialpläne geben.
Die IG Metall sprach von einem "schwarzen Tag" für die Beschäftigten. Mindestens 340 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Nach Gewerkschaftsangaben wird der Produktionsstandort in Stuttgart- Zuffenhausen zum 30. Juni 2005 geschlossen.
Der Großteil der Mitarbeiter wird vom US-amerikanischen IT- Dienstleister CTDI übernommen. Alcatel-Betriebsratschef Eberhard Süßmuth machte die französische Konzernmutter in Paris für den Stellenabbau verantwortlich: "Diese falsche Konzernstrategie wird sich noch bitter rächen."
Im Streit um die drohende Verlagerung von 2.000 Arbeitsplätzen ins Ausland hat sich Siemens Deutschland erst kürzlich mit der Gewerkschaft IG Metall auf eine Rahmenvereinbarung zur Standortsicherung geeinigt.
Siemens sichert 2.000 Arbeitsplätze
