PCs öfter im Krankenstand als ihre Nutzer
Auf Menschen ist offenbar doch mehr Verlass als auf Maschinen.
Denn Computerbsitzer müssen immer mehr Zeit dafür aufwenden, das Postfach von der Last der Spam-Mails zu befreien oder das System von einem Virus zu kurieren.
Die durchschnittliche Ausfallszeit, in der ein Rechner nicht benutzt werden kann, aufgrund derartiger "Doktorarbeiten" beträgt neun Tage im Jahr.
Der PC-Nutzer selbst fällt im Durchschnitt hingegen nur sieben Tage im Jahr durch Krankheit in seiner Arbeit aus. Dies ergab eine britische Yahoo-Studie, die das Nutzungsverhalten von 2.500 E-Mail-Usern untersuchte.
Veränderungen in der Internet-Nutzung
Vor allem der Spam führt laut einer Studie des
Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß bereits zu ersten
Auswirkungen im Nutzungsverhalten: Bei den E-Mail-Newslettern
zeichnet sich seit einem Jahr erstmals ein Abwärtstrend ab. Auch bei
der Preisgabe ihrer E-Mail-Adresse im Netz sind die User zunehmend
vorsichtiger.
Spam und Viren verändern Netz-NutzungRush Hour weniger stressig
70 Prozent der Rechner der Befragten waren laut dem Bericht im vergangenen Jahr von einem Virus betroffen.
42 Prozent finden es zudem weit weniger stressig, sich durch den schlimmsten Verkehr in der Stoßzeit zu kämpfen, als nach den wenigen erwünschten Nachrichten in der täglichen Spam-Flut zu suchen.
Denn gegen Viren kann man sich mit Anti-Viren-Porgrammen schützen, zur Bekämpfung von Spam ist derzeit noch kein ähnlich wirksames Mittel zu haben.
Die Beschäftigung mit dem Durchsehen und Löschen der Spam-Lawine führt nach Berechnungen des US-Forschungsinstituts Nucleus Research zu einer Einbuße von rund 3,1 Prozent an jährlicher Arbeitszeit.
Die Topkonzerne in den USA werden so durch Spammails allein in diesem Jahr mit Kosten in Höhe von 1.934 Dollar pro Mitarbeiter konfrontiert sein.
Spam ist zehn Jahre alt
Am 12. April 1994 wurde das erste unerwünschte Massenmail
versandt. Ziel waren damals nicht Mailaccounts, sondern Newsgroups.
Ein Rechtsanwalt ließ ein Perlscript auf tausende Usenet-Foren los,
um die Dienste seiner Kanzlei zu bewerben. Die Folge waren wütende
Protestmails tausender User, aber auch ein Mehrumsatz von 100.000
bis 200.000 USD.
Zehn Jahre SpamTägl. sechs Mio. Spam-Mails in AT
Jeder heimische Internet-Nutzer erhielt im vergangenen Jahr laut Marketagent.com durchschnittlich zwei unerwünschte Werbemails pro Tag. Insgesamt wurden die Mailboxen der Österreicher täglich mit sechs Millionen Spam-Mails überschwemmt.
Bei einer fuzo-Umfrage im Mai 2003 gaben 1397 User ihre Stimme zum persönlichen Spam-Aufkommen ab. Angesichts der Ergebnisse scheinen die Schätzungen der Marketagent.com-Studie weit untertrieben.
Fast die Hälfte der Leser [44,1 Prozent] gab an täglich um die zehn Spam-Mails zu erhalten.
Doch während nur 15,7 Prozent noch weniger Spam [etwa zwei Mails täglich] in ihren Mailboxen vorfinden, kämpft die Mehrheit mit etwa 20 [17,3 Prozent] bzw. um die 30 [10,2 Prozent] Spam-Mails pro Tag.
Mai 2003: 5,5 Prozent komplett Spam-frei
Sieben Prozent fanden schon im Vorjahr täglich weit über 50
unerwünschte Werbemails in ihren Postfächern vor. Nur 5,5 Prozent
der Leser gaben an, bisher noch garnicht von Spam behelligt worden
zu sein.
Sechs Millionen Spam-Mails in Österreich
