26.06.2004

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PCs öfter im Krankenstand als ihre Nutzer

Auf Menschen ist offenbar doch mehr Verlass als auf Maschinen.

Denn Computerbsitzer müssen immer mehr Zeit dafür aufwenden, das Postfach von der Last der Spam-Mails zu befreien oder das System von einem Virus zu kurieren.

Die durchschnittliche Ausfallszeit, in der ein Rechner nicht benutzt werden kann, aufgrund derartiger "Doktorarbeiten" beträgt neun Tage im Jahr.

Der PC-Nutzer selbst fällt im Durchschnitt hingegen nur sieben Tage im Jahr durch Krankheit in seiner Arbeit aus. Dies ergab eine britische Yahoo-Studie, die das Nutzungsverhalten von 2.500 E-Mail-Usern untersuchte.

Rush Hour weniger stressig

70 Prozent der Rechner der Befragten waren laut dem Bericht im vergangenen Jahr von einem Virus betroffen.

42 Prozent finden es zudem weit weniger stressig, sich durch den schlimmsten Verkehr in der Stoßzeit zu kämpfen, als nach den wenigen erwünschten Nachrichten in der täglichen Spam-Flut zu suchen.

Denn gegen Viren kann man sich mit Anti-Viren-Porgrammen schützen, zur Bekämpfung von Spam ist derzeit noch kein ähnlich wirksames Mittel zu haben.

Die Beschäftigung mit dem Durchsehen und Löschen der Spam-Lawine führt nach Berechnungen des US-Forschungsinstituts Nucleus Research zu einer Einbuße von rund 3,1 Prozent an jährlicher Arbeitszeit.

Die Topkonzerne in den USA werden so durch Spammails allein in diesem Jahr mit Kosten in Höhe von 1.934 Dollar pro Mitarbeiter konfrontiert sein.

Tägl. sechs Mio. Spam-Mails in AT

Jeder heimische Internet-Nutzer erhielt im vergangenen Jahr laut Marketagent.com durchschnittlich zwei unerwünschte Werbemails pro Tag. Insgesamt wurden die Mailboxen der Österreicher täglich mit sechs Millionen Spam-Mails überschwemmt.

Bei einer fuzo-Umfrage im Mai 2003 gaben 1397 User ihre Stimme zum persönlichen Spam-Aufkommen ab. Angesichts der Ergebnisse scheinen die Schätzungen der Marketagent.com-Studie weit untertrieben.

Fast die Hälfte der Leser [44,1 Prozent] gab an täglich um die zehn Spam-Mails zu erhalten.

Doch während nur 15,7 Prozent noch weniger Spam [etwa zwei Mails täglich] in ihren Mailboxen vorfinden, kämpft die Mehrheit mit etwa 20 [17,3 Prozent] bzw. um die 30 [10,2 Prozent] Spam-Mails pro Tag.