17-jähriger DVD-Raubkopierer angezeigt
Ein 17-jähriger Oberösterreicher aus dem Bezirk Perg wurde jetzt von Film-Verleihfirmen angezeigt.
Der Jugendliche hatte Hunderte Werke der Filmstudios Disney Pictures und Universal aus dem Internet heruntergeladen, diese auf DVD gebrannt und anschließend über Auktionsplattformen verkauft, berichtet das "Neue Volksblatt".
Eine Anzeige wegen Verletzung des Urheberrechts liege seit einiger Zeit vor, zitiert die Zeitung einen Ermittler. Am Dienstag seien bei einer Hausdurchsuchung 200 DVDs bei dem 17-Jährigen beschlagnahmt worden.
Beim von der österreichischen Filmindustrie im Mai 2003 gegründeten Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche [VAP] gehen täglich unzählige Hinweise auf derartige Gesetzesverletzungen ein. Etliche Strafverfahren sind bereits anhängig.
Filmindustrie kämpft gegen PiratenWeitergabe strafbar
Der Download von Daten aus dem Internet für den Eigengebrauch sei derzeit nicht strafbar, so die Exekutive. Verboten sei hingegen die Weitergabe - egal ob kostenlos oder gegen Bezahlung.
Genau dieses Delikt habe der Jugendliche begangen, schreibt das "Volksblatt": Er habe DVDs bei Internet-Auktionen "für ein paar Euro pro Stück" angeboten.
So seien Disney und Universal auf den 17-Jährigen aufmerksam geworden.
Doch auch auf reine "Downloader" könnten schon bald die ersten Verfahren zukommen. Österreichs Musikindustrie hat angekündigt, an Klagen zu denken. Nach Ansicht der Industrie sind dabei auch reine Downloader belangbar.
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