08.06.2004

NINTENDO

GameBoy Advance nun für China

Nintendo will seine mobile Spielekonsole Gameboy Advance erstmals auch in China auf den Markt bringen. Das Gerät soll drei Jahre nach dem Start in Japan für umgerechnet 84 Dollar in dem stark wachsenden Markt in den Handel kommen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Für den geplanten Verkaufspreis des GameBoy Advance, der um rund vier Dollar höher liegen soll als der in den USA, legt Nintendo dem Gerät Software bei.

Viele Hersteller von Unterhaltungselektronik oder auch Softwareunternehmen scheuten bisher vor der Erschließung des chinesischen Marktes zurück, da dort Produktpiraterie sehr ausgeprägt ist.

Erster Schritt mit GameCube

China zählt für Spielkonsolen-Hersteller von zu den wenigen, möglicherweise sehr lukrativen Wachstumsmärkten. Ende vergangenen Jahres hatte Nintendo mit einem speziell für den chinesischen Markt gebauten Modell seiner Konsole GameCube den ersten Schritt gewagt.

Sony war erst vor kurzem mit seiner PS2 in zwei chinesischen Städten gestartet, nachdem der Start wegen "ungünstigen Umfeld" verschoben worden war.

Im asiatisch-pazifischen Raum war allein die Software-Piraterie nach Angaben des amerikanischen Branchenverbands Business Software Alliance im Jahr 2002 um 15 Prozent auf einen Rekordstand von 5,5 Mrd. Dollar angewachsen.