31.05.2004

ANHALTEND

China bleibt schwieriger Konsolen-Markt

Die Konsolenhersteller Sony, Microsoft und Nintendo haben weiter mit Widrigkeiten in China zu kämpfen.

Sony war erst vor kurzem mit seiner PS2 in zwei chinesischen Städten gestartet, nachdem der Start wegen "ungünstigen Umfeld" verschoben worden war.

Doch der große Verkaufserfolg lässt offenbar auf sich warten.

Anläßlich der Spielemesse E3 in Los Angeles sagte ein Vertreter von Sonys Online-Division SOE [Sony Online Entertainment], dass der Einsteig in den chinesischen Markt ein sehr steiniger Weg sei.

Viele Spieler geben an, bei Preisen bis zu 50 USD pro Spiel nicht einmal daran zu denken, für ein Spiel soviel auszugeben. Kopierte Spiele sind um Bruchteile auf dem Schwarzmarkt zu haben, aufgebohrte Konsolen sind ebenfalls unter dem offiziellen Marktpreis zu haben.

Microsoft wartet ab

Weiterer Grund für den schleppenden Verkauf ist wohl auch der hohe Preis der Konsole, der mit 240 USD rund ein Viertel des jährlichen Durchschnittseinkommens beträgt.

Dagegen soll die Konsole auf dem Schwarzmarkt weitaus mehr Erfolg haben. Laut Schätzungen sollen zwischen 200.000 und 300.000 PS2 in China offiziell über den Ladentisch gegangen sein, inoffiziell sollen es zwei- bis dreimal soviel sein.

Microsoft ist bis dato mit seiner Xbox noch nicht offiziell auf dem chinesischen Markt eingestiegen, der Hersteller will derzeit noch abwarten.

"Es schaut wie eine gute Möglichkeit für uns aus, aber wir wollen sichergehen, dass wir bei den richtigen Regulatorischen Auflagen und mit dem richtigen Inhalt einsteigen", meinte Alan Bowman, Asien-Chef für Microsofts Xbox.