Rumsfeld verbietet Kamerahandys
Die im Irak stationierten US-Soldaten dürfen bei militärischen Einsätzen keine Mobiltelefone mit eingebauter Kamera mehr benutzen.
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe der US-Truppe die Geräte verboten, weil das Pentagon fürchte, dass ein Teil der verstörenden Folterbilder aus irakischen Gefängnissen mit solchen Handys gemacht worden sei, sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums der britischen Wochenzeitschrift "The Business".
Die Anweisung gilt auch auch für Digitalkameras und Camcorder, ein "völliges Verbot innerhalb des US-Militärs" solle folgen. Die US-Tageszeitung "Washington Post" hatte am Freitag weitere Bilder von Misshandlungen an irakischen Gefangenen veröffentlicht.
In Saudi-Arabien sind Kamerahandys verboten, seit dem Frühjahr 2004 werden Razzien gegen den illegalen Verkauf von Foto-Handys durchgeführt. Beschlagnahmte Mobiltelefone werden rückexportiert und die betroffenen Händler entschädigt.
Razzien auf KamerhandysKurze Videosequenzen, die offenbar von Kamerhandys stammen wurden und werden auch über die zahlreichen TV-Stationen der arabischen Welt ausgestrahlt
