Webadresse mit Handykamera ansteuern
Das Internet-Surfen am Handy ist derzeit nicht nur aufgrund des kleinen Displays noch wenig komfortabel, auch das Tippen der Internetadresse gestaltet sich mühselig.
Eine Open-Source-Software will dies nun mit Hilfe von Strichcodes, die mittels Kamerahandy eingelesen werden können, ändern.
Die URL wird dabei in einen so genannten "Data Matrix Code", ein Briefmarken-großes 2D-Muster aus kleinen schwarzen und weißen Quadraten, umgewandelt.
Der Data Matrix Code ist ein gängiger Standard und wird meist für dauerhafte Direktbeschriftungen bei der Produktion von Werkzeugteilen oder auch medizinischen Instrumenten verwendet.
NTT-Kamerahandys lesen Strichcode-InfosWie es funktioniert
Die Semacode-Software verwandelt das Kamerahandy in einen Barcode-Leser, welcher das Bild entschlüsseln und in eine Webadresse auflösen kann.
Die eingebaute Kamera wird einfach auf den Code gerichtet, die Software decodiert den Inhalt. Die Barcodes könnten jegliche Informationen wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen enthalten, die dann gleich via Handy angesteuert werden können.
Zwar gibt es bereits Lösungen, die das Scannen von regulären Strichcode-URLs erlauben, doch mit dem Data-Matrix-System von Semacode sollen mehr Informationen abgespeichert werden können.
Zudem steht die freie Software jedermann kostenlos zur Verfügung.
Derzeit arbeitet die Software erst mit wenigen Symbian-basierten Handy-Modellen, dem Nokia 3650, 6600, 7650 und Siemens SX1. Doch eine weitere Ausweitung ist in Planung.
SemacodeAnwendung
Ziel von Semacode ist es, eine Brücke zwischen der digitalen und analogen Welt zu schaffen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei vielfältig.
So wäre auch das Anbringen von Bezahlcodes auf Konzertplaketen möglich, schnellentschlossene Vorbeikommende könnten so spontan ein Ticket via Internet erwerben.
