04.08.2003

CONNECTED

Kamerahandys lesen Strichcode-Infos

Der japanische Telekombetreiber NTT DoCoMo will als neues Service einen Barcodeleser auf seinen Handys einführen.

Dank eingebauter Kamera handelt es sich bloß um eine Software - neue Hardware muss nicht angeschafft werden.

Dazu werden zwei neue Modelle aus der 505i-Reihe mit entsprechender Software ausgestattet. Die eingebaute Kamera wird auf einen 2D-Barcode gerichtet, die Software decodiert den Inhalt. Die Barcodes sollen Telefonnummern, Web- und E-Mail-Adressen enthalten, die dann gleich am Handy angesteuert werden können.

Meinung über Produkte einholen

Darüber hinaus können Konsumenten den Barcode von Artikeln im Supermarkt einlesen; am Display erscheint dann die Meinung anderer Konsumenten zu diesem Produkt.

Doch die Technologie ist derzeit noch zu langsam, um beispielsweise mehrere Artikel hintereinander einzuscannen. Ein Versandhaus, Hankyu Kitchen Yell, versendet an seine Kunden regelmäßig Kataloge, deren Artikel zusammen mit Barcodes abgedruckt sind.

Ein spezieller Barcode-Leser, der auf das Handy gesteckt wird, übernimmt die Verarbeitung der Daten. Nach erfolgtem Einlesevorgang kann eine Sammelbestellung per Knopfdruck aufgegeben werden.

Derzeit verwenden nur einige hundert Kunden diesen Service, das Unternehmen gibt allerdings an, dass die Zahl der Kunden rasch steige.

Mitarbeitertracking per Barcode und Handy

Eine Boutiquenkette mit 250 Filialen, Edwin Co, verwendet das Handy/Barcode-System, um die Dienstzeiten der Mitarbeiter zu verfolgen. Die Mitarbeiter melden sich zur Arbeit, indem sie mit dem Handy über ihren persönlichen Barcode streifen. Ein GPS-Modul schickt die Position mit, sodass ein Schummeln nicht möglich ist.