Microsoft zieht Klagen gegen EU zurück
Sucht "konstruktives Verhältnis" mit Kommission
Nach dem Einlenken im Wettbewerbsstreit mit der EU-Kommission macht Microsoft juristisch reinen Tisch.
Der US-Software-Gigant hat nach Angaben vom Mittwoch zwei beim EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg eingereichte Klagen gegen die Brüsseler Kommission zurückgezogen.
"Wir glauben, dass es an diesem Punkt wichtig ist alle unsere Energien darauf zu konzentrieren, unsere rechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen und unser konstruktives Verhältnis mit der Europäischen Kommission auszubauen", erklärte Microsofts Europa-Vertreter Erich Andersen.
Microsoft will alle Auflagen erfüllen
Die nun zurückgezogenen Klagen richteten sich gegen die Verhängung eines Zwangsgeldes von 280,5 Mio. Euro und die Auflage, Teile der Microsoft-Software für Konkurrenten offenzulegen.
Microsoft hatte am Montag zugesagt, Entwicklern von Open-Source-Software alle notwendigen Informationen seiner Betriebssysteme für Netzwerkrechner offenzulegen.
Auch sagte das Unternehmen Konditionen für Nutzungsgebühren und Patentrechte zu, die von der Kommission als angemessen bewertet wurden. Vorausgegangen war Mitte September bereits die Entscheidung des EU-Gerichts, die Klage von Microsoft gegen das von der Kommission im März 2004 verhängte Strafgeld von fast 500 Mio. Euro abzuweisen.
(APA | AFP)
