20.05.2004

LINUXWOCHEN

Pinguine über Österreich

Nach den erfolgreichen Veranstaltungen in Graz und Linz [mit Richard Stallman] gastiert die Pinguin-Roadshow ab heute in Eisenstadt. Auch hier wurde heuer ein Schwerpunkt auf den Einsatz von linux-basierten Desktops in Unternehmen gesetzt.

Das technische Programm reicht von "Linux mit der Maus" bis zu Linux-Hochverfügbarkeitssystemen bzw. wie man den Kernel auf exotischer Hardware konfiguriert, zusammenbaut.

Die gesamten Linux-Wochen, die nächste Woche im Wiener Museumsquartier in Szene gehen, stehen dieses Jahr ganz unter dem Motto "Linux auf dem Desktop".

Der erste Tag der Linuxwochen in Wien ist daher "Desktop Day", bei dem die verschiedenen Anbieter ihre Lösungen vorstellen.

Wiener Linux-Studie vor Fertigstellung

Auch in Wien gibt es verschiedene Anstrengungen, Open Source breiter zur Anwendung zu bringen. Derzeit wird gerade eine Machbarkeitsstudie von der Stadt Wien erstellt, die Ende Juni fertig sein soll.

Wann erste Ergebnisse daraus vorgestellt werden, konnte der zuständige Studienleiter Robin Weissenberger aber nicht sagen.

Klar ist aber, dass die Chancen in den kommenden Jahren neu vergeben werden. Bis 2007 läuft noch das Nutzungsrecht und ein damit verbundener Supportvertrag für Windows 2000 und Office 2000.

Grünen bringen "Linux für alle"

Offenbar ebenfalls in Vorbereitung auf die Wiener Linuxwochen haben die Wiener Grünen gestern eine eigene Linux-CD unter dem Titel "Linux für alle" vorgestellt, die laut Marie Ringler [Grüne], das Kennenlernen von Linux erleichtern soll.

Die kostenlose CD ist, ähnlich wie Knoppix, bootfähig und das Betriebsystem kann daher ganz von CD gestartet werden. Bei Wunsch kann auch installiert werden.

Entwickelt wurde sie vom österreichischen Linux-Distributor antitachyon und enthält neben einem KDE-Desktop auch Gnome, als Office-Anwendung kommt OpenOffice zum Einsatz. Auch diverse Multimedia-Software und Unterstützung für USB-to-go sind enthalten.