RZB verkauft IT-Tochter
Die Raiffeisen Zentralbank [RZB] hat ihre Software-Tochter Software Daten Service [SDS] an die zum Deutsche-Telekom-Konzern gehörende T-Systems International verkauft.
SDS, 1974 gegründet und 1993 von der RZB übernommen, beschäftigt rund 250 Mitarbeiter. Unter dem Dach von T-Systems sollen künftig bessere Vertriebschancen den langfristigen Bestand der Firma sichern, hieß es in einer Pressemitteilung der RZB am Mittwoch.
Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, die Transaktion selbst bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörden.
Schlechte Auftragslage
In Medienberichten hatte es zuletzt geheißen, SDS habe 2003 ein
negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit [EGT] von 8,9
Mio. Euro eingefahren. Auch von schlechter Auftragslage war die Rede
gewesen.
IT-Wachstum in EU-BeitrittsländernSoftware für Wertpapierhandel
SDS hat mit der Software GEOS eine branchenspezifische Lösung für die elektronische Abwicklung des Wertpapier- und Derivathandels bei Banken entwickelt. Fast alle Banken in Österreich sind laut RZB Anwender von GEOS, Lizenznehmer gibt es auch in der Schweiz und in Deutschland.
T-Systems beschäftigt rund 41.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern, 2003 lag der Umsatz bei 10,6 Mrd. Euro.
