Microsoft lässt Spammer zahlen
Microsoft gab am Mittwoch bekannt, ab sofort ein "Whitelist"-Programm von IronPort Systems anzuwenden, das Spammer von E-Mail-Marketern trennen soll.
Die beiden E-Mail-Services Hotmail und MSN, die gemeinsam rund 170 Millionen reguläre User haben, verlangen ab sofort Geld, damit bestimmte Mails nicht mehr als Spam gekennzeichnet werden.
Das "Bonded Sender"-Service von IronPort garantiert also Händlern, die eine Barkaution hinterlegen und eine Reihe von Richtlinien einhalten, dass ihre Mails auch wirklich beim Empfänger ankommen.
Spam für Hotmail-User
Bei 76 Prozent der Mails, die bei Usern des Freemail-Dienstes
Hotmail ankommen, handelt es sich um Spam. "Um diese Zahl zu
reduzieren, müssen legitime Sender und Empfänger mittelfristig
miteinander kooperieren", meinte Yukie Maruiwa, Marketing-Manager
bei Microsoft Japan erst kürzlich.
33 Milliarden Spammails für Hotmail-UserStrenge Regeln und Strafen
Im Prinzip ist das System also das genaue Gegenteil von Spam-Blockern, bei denen Internet-Provider über eine "Blacklist" Absender blockieren.
Händler, die sich für das System anmelden, müssen weiters garantieren, den Empfängern das Abmelden für weitere Mailings so einfach wie möglich zu machen. Für Verstöße gegen die Regeln werden Strafen bis zu 20.000 USD eingehoben.
Microsofts Spam-Spezialist George Webb ist sicher, dass man Spam auf diesem Weg bekämpfen kann: "Wenn es immer mehr solche Services gibt, wird es bald unökonomisch, Spam zu versenden."
Spam aus den USA
Die USA sind und bleiben das Ursprungsland von Junk-Mails, 71
Prozent aller in Spam aufscheinenden Internet-Adressen führen jedoch
zu einem chinesischen Server.
China als Host von Spam-Websites
