05.05.2004

HOTMAIL, MSN

Microsoft lässt Spammer zahlen

Microsoft gab am Mittwoch bekannt, ab sofort ein "Whitelist"-Programm von IronPort Systems anzuwenden, das Spammer von E-Mail-Marketern trennen soll.

Die beiden E-Mail-Services Hotmail und MSN, die gemeinsam rund 170 Millionen reguläre User haben, verlangen ab sofort Geld, damit bestimmte Mails nicht mehr als Spam gekennzeichnet werden.

Das "Bonded Sender"-Service von IronPort garantiert also Händlern, die eine Barkaution hinterlegen und eine Reihe von Richtlinien einhalten, dass ihre Mails auch wirklich beim Empfänger ankommen.

Strenge Regeln und Strafen

Im Prinzip ist das System also das genaue Gegenteil von Spam-Blockern, bei denen Internet-Provider über eine "Blacklist" Absender blockieren.

Händler, die sich für das System anmelden, müssen weiters garantieren, den Empfängern das Abmelden für weitere Mailings so einfach wie möglich zu machen. Für Verstöße gegen die Regeln werden Strafen bis zu 20.000 USD eingehoben.

Microsofts Spam-Spezialist George Webb ist sicher, dass man Spam auf diesem Weg bekämpfen kann: "Wenn es immer mehr solche Services gibt, wird es bald unökonomisch, Spam zu versenden."