ETel steigt ins Mobilfunkgeschäft ein
Der Festnetz- und Internet-Betreiber eTel Austria, 100-Prozent-Tochter der irischen eTel-Gruppe, steigt ins Mobilfunkgeschäft ein. Über eine Kooperation mit One bietet eTel ab Juni Handydienste für Geschäftskunden an.
Bis Jahresende werden 5.000 bis 6.000 Handykunden erwartet. One erhofft sich dadurch einen monatlichen Mehrumsatz von rund 50 Euro pro Geschäftskunde, was bei 6.000 Kunden rund 300.000 Euro im Monat ausmachen würde.
Für One ist eTel nach UPC Telekabel und Tele2 bereits der dritte Kooperationspartner, der die freien Kapazitäten im One-Netz nützt.
Das Mobilfunkangebot von eTel und One liege "um bis zu 50 Prozent" unter den Geschäftskundentarifen anderer Betreiber, so eTel-Geschäftsführer Achim Kaspar.
Kunden am "Gängelband der TA"20 Euro Grundgebühr
Die Geschäftskunden zahlen eine monatliche Grundgebühr von rund 20 Euro und eine Freischaltungsgebühr von 15 Euro. Die Gesprächstarife zu anderen eTel-Handykunden betragen zehn Cent pro Minute, in alle anderen Handynetze 14 Cent und vom Handy ins Festnetz vier Cent.
Für Telefonate innerhalb des VPN [Virtual Private Network] und zur Sprachbox fallen keine Kosten an. Eine SMS kostet zehn Cent, eine MMS 42 Cent.
ETel-Handykunden bekommen die klassische One-Vorwahl, die Rufnummer liegt im Bereich 0699/1599xxxx. Eine künftige Tätigkeit als so genannter virtueller Mobilfunkbetreiber [MVNO] strebe eTel aber nicht an, so Kaspar. Ein Angebot für Privatkunden sei ebenfalls nicht geplant.
Akquisitionen geplant
Kaspar kündigte weiters an, dass eTel in Österreich weitere
Akquisitionen anstrebt. Konkrete Pläne wurden aber nicht genannt.
Auch einen Börsengang für die eTel-Gruppe schließt Kaspar nicht aus:
"Angesichts unserer breiten Aufstellung in Osteuropa könnte das in
den nächsten zwei bis drei Jahren ein Thema werden."
ETel-Business
