Intel hofft auf WLAN-Einigung mit China
Hersteller Intel hofft weiter auf einen Einigung über den Verkauf seiner Centrino-CPUs in China.
Intel-Chef Craig Barrett kündigte an, bis zum letzten Tag Centrinos in China verkaufen zu wollen. Bis dahin hoffe er auf eine Lösung des Problems.
Ab dem 1. Juni dürfen in China nur noch Produkte vertrieben werden, die dem eigenen Verschlüsselungsstandard für WLANs [Wired Authentication and Privacy Infrastructure, WAPI] entsprechen. Dazu zählen offenbar nicht die CPUs von Intel.
Zusätzlich zur Erfüllung des landeseigenen Standards verlangt die chinesische Regierung, dass ausländische Firmen mit einem der 24 ausgewählten lokalen Herstellern kooperieren, um eine Einfuhrgenehmigung für ihre WLAN-Produkte zu erhalten.
WAPI wurde bereits im Mai letzten Jahres veröffentlicht und sollte bereits Anfang Dezember in Kraft treten. Auf Grund der Intervention der US-Regierung wurde der Termin auf diesen Juni verschoben.
WTO-Beschwerde gegen China möglichWachstumschancen
Intel hatte im März verkündet, daraufhin keine WLAN-Produkte mehr in China verkaufen zu wollen. Dieser Ansicht hat sich auch US-Hersteller Broadcom angeschlossen. Hersteller wie Atheros, Linksys und Texas Instruments wollen jedoch mit China kooperieren.
Der WLAN-Markt wird derzeit auf rund drei Mrd. USD geschätzt. China macht noch einen kleinen Teil davon aus, Analysten schätzen aber, dass der Markt bis 2005 auf 520 Mio. USD anwachsen könnte.
