Hessen unterstützt Deutsche Telekom
Im Tauziehen um das neue deutsche Telekommunikationsgesetz müssen die Konkurrenten der Deutschen Telekom [DT] nach einem Zeitungsbericht einen Rückschlag einstecken.
Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" hat DT-Chef Kai-Uwe Ricke erfolgreich bei Hessens Ministerpräsident Roland Koch interveniert, um das Bundesland Hessen zu einem Positionswechsel zu bewegen.
"Wir wollen Innovation statt Imitation fördern", begründet ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Wiesbaden gegenüber der Zeitung den Schwenk Hessens beim beginnenden Vermittlungsverfahren für das neue Telekommunikationsgesetz.
Im Bundestagsgesetzesentwurf ist beispielsweise verankert, dass die DT, wenn sie neue [DSL-]Produkte für Endkunden auf den Markt bringt, ihren Konkurrenten die technischen Vorleistungen hierfür zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung stellen muss. Hessen kommt nun nach "Welt"- Informationen zu dem Ergebnis, dass dies innovationshemmend sei.
Angst vor Nachahmern
Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Wettbewerberverbands VATM,
kritisiert den Schwenk Hessens. "Wir können uns fast nicht
vorstellen, dass sich ein Bundesland in einer solchen Weise von der
Telekom erpressen lässt", sagte er der Zeitung. Er befürchte, dass
weitere unionsregierte Länder kippen könnten.
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