"Vienna cubes" bei der Fußball-Robo-WM
Für die kommende Fußballroboter-WM "RoboCup" von 27. Juni bis 5. Juli in Lissabon [Portugal] konnten sich die "vienna cubes" als einziges österreichisches Team für eine Teilnahme qualifizieren.
Das erklärte Ziel des Teams der Fachhochschule Technikum Wien ist ein Platz unter den besten zehn. Die Robo-Kicker des Technikums treten dabei in der Small-Size-League an.
Die "vienna cubes" nehmen heuer zum zweiten Mal am RoboCup teil. Die Roboter wurden laut Angaben komplett neu entwickelt: So wurde die Künstliche Intelligenz verbessert und eine Bluetooth-Steuerung eingebaut.
Die größte Herausforderung der selbst konstruierten Fußballroboter liegt in der modifizierten Künstlichen Intelligenz. Wege, Taktik, Rollenvergabe im Spiel sowie das Ausweichen vor Gegnern werden dabei völlig autonom berechnet und zugeteilt.
In der Small-Size-League spielen fünf Roboter pro Team gegeneinander. Es gelten ähnliche Regeln wie beim "großen" Fußball. Zwei Mal zehn Minuten spielen die Roboter [maximal 180 Millimeter Durchmesser und 150 Millimeter Höhe] auf einem 4,9 mal 3,4 Meter großen Spielfeld. Während des Spieles müssen die Roboter völlig autonom agieren. Die menschlichen Trainer dürfen nicht eingreifen. Es gelten FIFA-ähnliche Spielregeln, die ein Schiedsrichter überprüft.
RoboCup 2003 in Padua startetNeuer Antrieb auf vier Rädern
Die Robo-Kicker wurden auf Basis der Erfahrungen des letzen Jahres verändert, einige Teile wurden weiterentwickelt.
So werden die Spieler statt durch zwei nun durch vier Räder angetrieben. Außerdem haben Hochleistungspräzisionsmotoren die Schrittmotoren abgelöst. Laut den Studenten sind die Roboter dadurch schnell und wendig und können in jede Richtung mit der Maximalgeschwindigkeit fahren.
Beim Bilderkennungssystem wird nun ein Zweikamerasystem eingesetzt, das eine höhere Genauigkeit ermöglicht. Das Backspin-Device [eine angetriebene Rolle, an welcher der Roboter den Ball führt] aus Moosgummi wurde durch eine eigens angefertigte Stahlwalze mit Silikonschlauch ersetzt und soll eine bessere Haftung erzielen.
Den Ball schießen die "vienna cubes" heuer mit einem elektromechanischen Mechanismus ab, der mit 120 Volt geladen wird und für den nötigen Speed sorgen soll.
Vienna CubesHochkarätige Gegner
Bei der WM treten die Robo-Kicker unter anderem gegen Teams der
Cornell-Universität ["Big Red"], der Carnegie-Mellon-Universität
["CMRoboDragons"], deren Hauptsponsor die US-Weltraumagentur NASA
ist, sowie der Osaka-Universität an.
RoboCup 2004
