Schily stolz auf Biometrie
Der deutsche Bundesinnenminister Otto Schily hat die bisherigen Erfahrung mit biometrischen Grenzkontrollen auf dem Frankfurter Flughafen positiv bewertet.
In den sechs Wochen nach dem Start hätten sich bereits rund 4.000 Reisende freiwillig für das Pilotprojekt beim Bundesgrenzschutz [BGS] gemeldet, sagte Schily am Donnerstag in Berlin. Dabei werden die Merkmale der Augeniris eines Reisenden überprüft. Beim Grenzübertritt genügt der kurze Blick in eine Kamera an Stelle der bisherigen Kontrollen.
Datenschutz begleitet Projekt
Bei dem Pilotprojekt auf freiwilliger Basis werden Reisepassdaten
und die biometrischen Merkmale der Augeniris vom BGS einmalig
registriert. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz begleitet das
Projekt.
Mit Biometrie "bequem und sicher" reisenSchily hatte am 12. Februar die "Automatisierte und biometriegestützte Grenzkontrolle" in Betrieb genommen. Das Verfahren wird vom BGS zunächst sechs Monate erprobt.
Schily erwartet Erkenntnisse für ein erhöhtes Sicherheitsniveau bei Grenzkontrollen und über die Einsetzbarkeit sowie Akzeptanz des biometrischen Verfahrens. "Das erfreulich große Interesse belegt, dass die Bürgerinnen und Bürger keine Angst im Umgang mit der neuen Technik haben", sagte Schily.
