NEC zeigt 3D-Gesichtserkennung
Der japanische Elektronikkonzern NEC hat auf der CeBIT ein 3D-Gesichtserkennungssystem präsentiert, das exakte Ergebnisse auch unter widrigen Umweltverhältnissen innerhalb kurzer Zeit liefern soll.
Der neue Algorithmus verwendet GIB [Geodesic Illumination Basis] Deskriptoren [beschreiben Unterschiede in der Beleuchtung der Haut] als registrierte Daten. Diese sollen eine optimale Beschreibung der Gesichtscharakteristika bei verschiedenen Posen und Beleuchtungsverhältnissen ermöglichen.
Bei der Methode werden Gesichtscharakteristiken von 2-D-Aufnahmen, also etwa konventionellen Bildern, mit 3-D- und GIB-Daten verglichen, was laut NEC eine 24mal höhere Genauigkeit als herkömmliche Verfahren bieten soll.
Bisher waren Gesichtserkennungsysteme eher von Misserfolgen gekennzeichnet. In einem Test verschiedener Systeme 2002 in Boston konnte keines überzeugen.
Biometrie versagt bei der "Terrorabwehr"96,5 Prozent Treffergenauigkeit
Die notwendige Zeit für die Datenvergleiche zwischen 2D- und 3D-Bildern sei gegenüber gängigen Methoden verdreifacht worden.
Mit dem neuen Algorithmus werde eine Treffergenauigkeit von 96,5 Prozent erzielt, teilte NEC weiter mit. Das Verfahren sei auch bei schwierigen Verhältnissen erfolgreich, etwa beim Wechsel des Lichteinfalls oder wenn die Zielperson ihre Haltung wechselt.
Dies sei ein wesentlicher Vorteil gegenüber 2D-Verfahren, wo Abweichungen bei den Umweltverhältnissen einen Vergleich der Charakteristika zwischen 2D-Bild und "lebendem Objekt" erheblich erschweren.
