CeBIT als Aufschwungssignal für Deutschland
Von der Computermesse CeBIT geht nach Ansicht des deutschen Wirtschaftsministers Wolfgang Clement ein klares Signal für einen Aufschwung in Deutschland aus.
"Ich habe wahrgenommen, es geht aufwärts. Und das ist mir das wichtigste", sagte Clement nach seinem Besuch der CeBIT am Samstag in Hannover. Von der Computermesse könnten auch andere Bereiche "wieder die Zuversicht lernen". Die IT-Branche sei einer der bedeutendsten Innovationsmotoren, der in alle zukunftsträchtigen Bereiche hineinwirke.
Fast jedes deutsche Unternehmen sei inzwischen ans Internet angeschlossen, allein in Deutschland würden mit dem e-Business mehr als 130 Milliarden Euro umgesetzt. Etwa ein Drittel der Wertschöpfung beim Bau eines Autos bestehe aus Elektronik und Informationstechnologie.
Ausbildung wichtig
Clement forderte die Wirtschaft auf, sich auch weiterhin bei der
Ausstattung von Schulen mit Computern und Netzanschlüssen zu
engagieren. "Wir sind auf Unterstützung angewiesen, weil die
öffentlichen Kassen eben so sind, wie sie sind." Die jungen Menschen
müssten in die Lage versetzt werden, "vernünftig und könnerhaft
damit umzugehen".
Besucherplus am ersten Tag der CeBIT"Guter Optimismus"
Bereits nach zwei CeBIT-Tagen zog der weltgrößte Computerhersteller IBM eine positive Bilanz. "Es herrscht ein guter Optimismus auf der Messe", sagte IBM-Deutschland-Chef Walter Raizner in einem dpa-Gespräch am Samstag in Hannover. "Der Tenor ist optimistisch, potenzielle Kunden sind da, es tut sich was."
Mit einem Marktvolumen von 40 Prozent sei der Mittelstand derzeit eines der Wachstumsfelder der IT-Branche. Der steigende Bedarf an IT-gestützter Infrastruktur werde aber auch von den Finanzmärkten und der öffentlichen Verwaltung getrieben. "Aber auch in den öffentlichen Bereichen gilt: Hier müssen von den Behörden entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden", sagte Raizner.
