19.03.2004

WEITERGABE

EU-Kritik an Passagierdatentausch

Im EU-Parlament ist entschiedener Widerstand gegen die Weitergabe von Fluggastdaten an die USA laut geworden.

Der Bürgerrechtsausschuss des Parlaments wies am Donnerstag in Brüssel die von der EU-Kommission ausgehandelte Vereinbarung zum Datenaustausch mit großer Mehrheit zurück. "Die Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten schützt die EU-Bürger nicht ausreichend", sagte die niederländische Liberale Johanna Boogerd-Quaak als federführende Abgeordnete.

Der Vorschlag sieht vor, Daten wie Kreditkarten- und Telefonnummern von USA-Reisenden an die US-Behörden weiterzugeben. Die US-Regierung gibt an, diese Informationen zum Erkennen mutmaßlicher Terroristen zu benötigen.

Die Vereinbarung mit den USA würde es Fluggesellschaften aus der EU erlauben, bis zu 34 Datensätze über jeden ihrer USA-Passagiere an die US-Behörden weiterzugeben. In den Verhandlungen mit der EU haben die USA zwar angekündigt, die sensibelsten Daten, die auf Hautfarbe, Religion oder Gesundheitsangaben hinweisen, schnell zu löschen.

Die übrigen Angaben sollen aber bis zu dreieinhalb Jahre gespeichert werden. Auch EU-Datenschutzbeauftragte haben das Abkommen kritisiert.