Telekom-Ausrüster unter Preisdruck
Der Preisverfall bei Telekommunikations-Technologien wird nach Aussagen von Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt trotz höherer Investitionen von Telekom-Betreibern die Wachstumschancen in diesem Jahr eingrenzen.
"Ich erwarte eine kleine Aufwärtsbewegung im Firmengeschäft, aber bei den Betreibern rechne ich mit einem stagnierenden Markt", sagte der Chef der Siemens-Netzwerksparte ICN am Mittwoch auf der Technologiemesse CeBIT in Hannover. "Im Betreibergeschäft gibt es eine Überkapazität."
ICN hat für das laufende Geschäftsjahr einen stabilen Umsatz und eine deutliche Ergebnisverbesserung angekündigt, aber auch vor Euphorie in der krisengeschüttelten Branche gewarnt. Zwar sei das Schlimmste überstanden, der Markt bleibe jedoch schwierig.
Damit ist Siemens ICN bei der Umsatzprognose zurückhaltender als direkte Konkurrenten wie Alcatel und Nortel, die für 2004 zumindest ein moderates Wachstum angekündigt haben.
Siemens-ICN lagert nach China ausSuche nach dem Umsatzbringer
Ganswindt betonte, dass ICN für die Zukunft nachhaltige Umsatzbringer finden müsse. "Wir sind immer noch besorgt darüber, woher die Umsätze kurzfristig und noch wichtiger langfristig herkommen werden", sagte er auf der CeBIT.
ICN verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen operativen Spartenverlust von 366 Millionen Euro bei einem Umsatz von 7,12 Milliarden Euro. Der Bereich war im Schlussquartal in die Gewinnzone zurückgekehrt.
