17.03.2004

MESSESTART

CeBIT zwischen Terror und Euphorie

Zur Eröffnung der Computermesse CeBIT hat der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder [SPD] davor gewarnt, sich durch Terrorakte einschüchtern zu lassen und dadurch auch die Wirtschaftskraft zu beschädigen.

Die Werte des freien und toleranten Zusammenlebens in einer demokratischen Gesellschaft seien "auch der Schlüssel zu unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit", sagte Schröder zur Eröffnungsfeier der CeBIT am Mittwoch in Hannover:

"Wir dürfen dem Terrorismus - gleich welcher Herkunft er ist und welcher Motive er sich in verbrecherischer Weise bedient - nicht in die Hände spielen und unsererseits in Angst und Panik verfallen", betonte der deutsche Kanzler und fügte hinzu: "Wir dürfen und werden uns von dieser Auseinandersetzung nicht unterkriegen lassen."

Hoffnung auf Nachhaltigkeit

Schröder betonte zu den wirtschaftlichen Aussichten, diese seien heute deutlich besser als vor einem Jahr. "Unser Ziel ist es, den wirtschaftlichen Aufschwung in einen nachhaltigen Wachstumsprozess überzuleiten."

Mit der Agenda 2010 habe die Bundesregierung Deutschland auf Reformkurs gebracht. Die Strukturreformen würden nun um eine gezielte Politik der Innovationen ergänzt. "Erfolge sind bereits sichtbar", sagte Schröder. "Aber wir wollen und müssen noch besser werden."

Die deutsche Computer- und Telekommunikationswirtschaft rechnete im Vorfeld der CeBIT, die mit 6.411 Ausstellern im dritten Jahr im Folge weniger Interessenten verkraften musste, mit einem deutlichen Wachstum.

"Anfang einer neuen Ära"

Sony-Chef Kunitake Ando brachte zu seiner Eröffnungsrede unterdessen zwei "Qrio"-Roboter mit, die eine synchronisierte Tanzeinlage brachten.

Ando sieht 2004 als "Anfang einer neuen Ära in der Telekommunikation sowie der Unterhaltungsindustrie".

Demnach verbinden sich Informationstechnologie, mobile Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zunehmend.