Programmierer klagt auf KaZaA-Copyright
Ein rumänischer Programmierer behauptet, den Source-Code für die KaZaA-Software geschrieben zu haben, und will jetzt die Rechte für die Software einklagen. Zusätzlich verlangt er 25 Millionen USD Entschädigung.
Der Entwickler Fabian Toader will den Code geschrieben haben, als er 2000 in Rumänien auf Freelance-Basis für KaZaA gearbeitet hat. 2002 wurden die Rechte für die Software an Sharman Networks verkauft. Mittlerweile arbeitet der gebürtige Rumäne als Programmierer für Microsoft.
Toader räumt zwar ein, nie einen Vertrag mit KaZaA abgeschlossen zu haben, glaubt aber dennoch, nach geltenden Copyright-Gesetzen in den USA und Rumänien der rechtmäßige Copyright-Inhaber der Software zu sein.
Copyright-Verfahren in Australien
Das P2P-Netzwerk wird weltweit verwendet, die letzte Version von
KaZaA wurde seit Mitte November 2003 rund 335 Millionen Mal
heruntergeladen. In Australien wird KaZaA massiv von der
Musikindustrie bekämpft. Derzeit bekämpft die Tauschbörse die von
der australischen Musikindustrie initiierten Untersuchungen wegen
angeblicher Copyright-Verletzungen.
KaZaA kämpft Hausdurchsuchung anSchon vorher Rechtsstreitigkeiten
Bei Sharman Networks ist man anderer Meinung: "Die Arbeit, die Fabian Toader an früheren Versionen der KaZaA-Software ausführte, lief über eine Vereinbarung, der zufolge alle Rechte für die Entwicklung der Software bei KaZaA liegen", so ein Pressesprecher.
Toader und Sharman trugen bereits vorher Rechtsstreitigkeiten aus: Erst im August verklagte Sharman Toader wegen Erpressung, das Gericht bewilligte jedoch eine Unterlassungsklage. Toader klagte zurück, gab zwischenzeitlich auf und hat sich nun doch entschieden, wieder rechtliche Schritte einzuleiten.
