10.02.2004

TAUSCH & BÖRSE

KaZaA kämpft Hausdurchsuchung an

Die Tauschbörse KaZaA bekämpft die von der australischen Musikindustrie initiierten Untersuchungen wegen angeblicher Copyright-Verletzungen.

KaZaA-Betreiber Sharman Networks hat am Dienstag vor einem Bundesgericht in Sydney Einspruch gegen die getroffenen juristischen Maßnahmen eingelegt.

Die juristischen Schritte sollen ausgesetzt werden, bis die Untersuchungen gegen KaZaA in den USA abgeschlossen sind, heißt es in der Eingabe von Sharman Networks.

Das Gericht hat der Argumentation zwar nicht stattgegeben, will die Eingabe ab er bis zum 20. Februar prüfen.

Vorbild USA

Die Anwälte von Sharman Networks wollen erreichen, dass die juristische Basis dieser Durchsuchungsaktion für ungültig erklärt wird. Damit dürfte das bei diesen Hausdurchsuchungen gefundene Material in Gerichtsverfahren nicht mehr verwendet werden.

"Da die Musikindustrie in den USA eine Niederlage erleiden wird, kommen sie nach Australien und wollen hier denselben Kampf nochmals austragen", sagte der US-Rechtsanwalt von KaZaA, David Casselman.

Dass man KaZaA wegen Copyright-Verletzungen anklage, sei nichts anderes, als wenn man aus demselben Grund gegen die Hersteller von Kopiergeräten zu Felde ziehen würde, so Casselman weiter.